CONORIS      Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Córdoba - Nürnberg

  Treffen der Bürgermeister von Cordoba und Nürnberg

 

 

Absichtserklärung:

zum Abschluss einer Partnerschaft
zwischen der Stadt Córdoba, Königreich Spanien,
und der Stadt Nürnberg, Bundesrepublik Deutschland

Auf Einladung des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg, Herrn Dr. Ulrich Maly, hält sich der Oberbürgermeister der Stadt Córdoba, Herr Andrés Ocaña Rabadán, in Begleitung einer Stadtratsdelegation vom 02.10. bis 06.10.2009 anlässlich der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises zu einem Besuch in Nürnberg auf.
Im Laufe der gemeinsamen Gespräche wird von beiden Seiten die Absicht geäußert, dauerhafte Beziehungen zwischen beiden Städten aufzunehmen und damit langfristig einen Beitrag zur Verständigung und Freundschaft zwischen den Völkern beider Länder zu leisten.

Beide Seiten kommen überein, die Beziehungen zwischen der Stadt Córdoba und der Stadt Nürnberg zu einem späteren, von den Repräsentanten beider Städte zu vereinbarenden Zeitpunkt in Form einer Partnerschaft vertraglich zu besiegeln.

Beide Partner bringen ihren Willen zum Ausdruck, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen ihren Städten zu fördern und eine Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Bildung, Kultur, Menschenrechtsarbeit, erneuerbare Energie, Umweltschutz, Tourismus und anderen, beide Seiten interessierenden Bereichen anzustreben. Zugleich soll der Austausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern beider Städte, insbesondere die Begegnung junger Menschen, gefördert werden.

Diese Absichtserklärung ist in deutscher und spanischer Sprache abgefasst und wird am 3. Oktober 2009 in Nürnberg unterzeichnet.

Andrés Ocaña Rabadán Oberbürgermeister der Stadt Córdoba

Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

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Declaración de Intenciones

para concretar un Hermanamiento
entre las ciudades de Córdoba, España,
y la ciudad de Núremberg, de la República Federal de Alemania

 A invitación del Primer Alcalde de la ciudad de Núremberg, el Sr. Dr. Ulrich Maly, con motivo de la entrega del Premio Internacional de Derechos Humanos, entre los días 2 al 6 de octubre del 2009 se encuentra de visita en Núremberg, el Alcalde de la ciudad de Córdoba, España, el Excmo. Señor Don Andrés Ocaña Rabadán, acompañado de una delegación del Ayuntamiento.

En el desarrollo de las conversaciones recíprocas, las partes concuerdan en sus intenciones de entablar relaciones duraderas entre ambas ciudades y así, a largo plazo dar su aporte a la comprensión y fraternidad entre los pueblos de ambas naciones.

Ambas partes acuerdan que, posteriormente, en fecha convenida, y a través de sus representantes municipales, se firmará un Acuerdo de Hermanamiento entre ambas ciudades.

Las dos partes expresan su voluntad de fomentar las relaciones económicas y de colaborar especialmente en los ámbitos de la educación, la cultura, derechos humanos, energías renovables, medio ambiente, turismo, y en los campos que puedan ser de interés común para ambas ciudades. También se desea impulsar el intercambio entre los ciudadanos y ciudadanas de ambas ciudades, especialmente entre los jóvenes.

Esta Declaración de Intenciones está redactada en castellano y alemán, y se firma, en la ciudad de Núremberg, el 3 de octubre de 2009.

Andrés Ocaña Rabadán, Primer Alcalde de Córdoba

Dr. Ulrich Maly, Alcalde de la ciudad de Núremberg

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Ansprache des Bürgermeisters von Cordoba am 03.10.2009

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister von Nürnberg,
sehr geehrte Mitglieder des Stadtrats,
sehr geehrter Herr Präsident des Unternehmerverbandes von Córdoba.
Sehr geehrter Vertreter des Verbandes der Stadtteilvereine von Córdoba, Al-Zahara,
liebe Mitglieder der Stadtvertretung von Córdoba,
liebe Vertreter der Behörden,
liebe Freundinnen und Freunde,

als erstes möchte ich allen Vertretern der Stadt Nürnberg sowie den Vertretern der Bürgerschaft unseren aufrichtigen Dank für den Empfang aussprechen, den Sie unserer Delegation aus Córdoba bereitet haben.

Mit diesem Besuch entgegnen wir die herzliche Einladung zur Teilnahme an der Verleihung des Internationalen Menschenrechtspreises, der seit dem Jahr 1995 in dieser Stadt verliehen wird.

Eine weitere Hauptrolle spielt bei diesem Besuch jedoch die Absichtserklärung, die der Oberbürgermeister von Nürnberg und ich als Oberbürgermeister von Córdoba soeben unterzeichnet haben. Dieses Dokument legt die Ausrichtung der künftigen Partnerschaftsvereinbarung zwischen beiden Städten fest.

Es ist unser Willen, damit vor allem die Bande der Zusammenarbeit in jenen Bereichen zu stärken, in denen gemeinsame Interessen bestehen und in letzter Instanz auch brüderliche Beziehungen zwischen den Bürgern unserer beiden Städte fördern.

Bei diesem Vorsatz unterstützen uns – und für diese Rückendeckung möchte ich mit ihrer Erlaubnis ausdrücklich danken – die Universität Córdoba, der Unternehmerverband unserer Stadt, die Handelskammer und die Stadtteilvereine von Córdoba, Al-Zahara.

Ich habe heute die Ehre, die Stadt Córdoba bei diesem feierlichen Akt zu vertreten. Córdoba ist Weltkulturerbe und hält seit vielen Jahrhunderten das aufrecht, was weltweit als die Merkmale unserer Identität gilt.

Ein Ort der Begegnung zwischen Kulturen und Zivilisation, ein Raum, in dem das Zusammenleben zwischen den Menschen und den Völkern immer schon auf dem Wort und dem Dialog, dem Respekt und der Toleranz basieren. Ein Ort, an dem sich das philosophische Denken, die wissenschaftlichen Erkenntnisse, Kunst und Kultur mit eigenen Namen entwickelt haben, die als Schlüsselbegriffe in die Evolution des Europas eingingen, welches wir heute kennen.

Ausgehend von diesen Referenzpunkten, unter denen Córdoba in aller Welt bekannt ist und voll in das XXI. Jahrhundert eingebunden, arbeitet unsere Gesellschaft heute für das Modell einer Stadt, deren wesentliche Stützen weiterhin die Verteidigung der Menschenrechte, die Werteerziehung, die persönliche Entwicklung und die der Gemeinschaft in Sachen Gleichheit und Gerechtigkeit, aber auch eine Fortentwicklung des größtmöglichen Respekts für unser Naturerbe sind.

Aus dieser Berufung heraus wächst der Wunsch Córdobas, weitere enge Beziehungen mit anderen Städten zu knüpfen, die eben diesen Geist mit uns teilen. Ein Geist, der der Absichtserklärung zugrunde liegt, die wir soeben unterzeichnet haben und warum nicht, auch dem künftigen Städtepartnerschaftsabkommen zugrunde liegen wird.

Córdoba ist stolz, seine Beziehungen zu erweitern und Teil der Familie zu sein, die die Einwohner von Nürnberg in den letzten Jahren mit verschiedenen Städtepartnerschaften und Brüderlichkeits-abkommen in aller Welt aufgebaut haben.

Wir empfinden, wie ich sagte, Stolz darüber, an der Hand von Nürnberg einen neuen Weg zu beschreiten. Ich bin sicher, dass diese Verbindung als Früchte einige herausragende bilaterale Beziehungen in allen und jedem einzelnen der Aspekte tragen werden, die in unserem künftigen Vertrag enthalten sein werden.

Darüber hinaus habe ich nicht den geringsten Zweifel, dass dies auch ein neuer Impuls sein wird für die gesamte europäische Bürgerschaft, für die internationale Gemeinschaft, für alles was mit der Verteidigung der Menschenrechte einhergeht, für das friedliche Zusammenleben und für den Kampf für Ideale von Demokratie, Gerechtigkeit und Frieden.

Zuletzt möchte ich dem Oberbürgermeister von Nürnberg meinen Dank dafür aussprechen, das er bei der heutigen Gelegenheit auch seine Unterstützung für die Kandidatur Córdobas als europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2016 schriftlich formuliert. Es ist ein Projekt, an dem die gesamte Bürgerschaft Córdobas teilnimmt und das stellvertretend für die Hoffnung einer ganzen Stadt steht. Córdoba möchte auch künftig ein Vorbild im Zusammenleben und in der Völkerverständigung sein.

Vielen Dank

Andrés Ocaña Rabadán

Oberbürgermeister der Stadt C ó rdoba

Nürnberg und Cordoba streben Partnerschaft an

Intensiver Austausch beider Städte geplant

Bürgermeister Andres Ocana Rabadan (li.) und Nürnbergs OB Ulrich Maly unterzeichnen die Absichtserklärungen zur angestrebten Partnerschaft.    
Foto: Matejka

NÜRNBERG -
Nürnberg ist auf dem besten Weg zu einer neuen Städtepartnerschaft: Geplant ist ein intensiver Austausch mit Cordoba in Spanien. Schon im kommenden Mai sollen die Beziehungen offiziell besiegelt werden. Im Nürnberger Stadtrat zeichnet sich über die Parteigrenzen hinweg Zustimmung ab.

Beim Besuch einer 14-köpfigen Delegation in Nürnberg unterzeichneten der Bürgermeister der andalusischen 325000-Einwohner-Stadt, Andres Ocana Rabadan, und OB Ulrich Maly eine förmliche Absichtserklärung für die künftige Städtepartnerschaft, die beide Seiten auf vielen Gebieten mit Leben erfüllen wollen – vom Schüler- und Künstleraustausch über Begegnungen von Sportlern bis zur Förderung von Firmenkontakten.

«Die Initiative ist von unten gewachsen»

Nicht umsonst standen auch Besuche bei der Industrie- und Handelskammer, bei Siemens und in der Universität auf dem Programm der Gäste. Getragen und beflügelt wird die künftige Partnerschaft durch einen engagierten Kreis von Spaniern und Deutschen in Nürnberg und Vereine wie das Centro Espanol Nürnberg.

«Die Initiative ist von unten gewachsen», betont Maly, «rund 1200 Spanier leben allein in Nürnberg, viele weitere in der Region. Und die Zahl der Spanienfreunde liegt bei mehreren Zehntausend – nicht etwa Urlauber, sondern jene, die sich intensiver mit dem Land, seiner Geschichte, Kultur und Sprache beschäftigen», unterstrich Maly vor der Delegation.

Cordoba als «Stadt der drei Kulturen»

Auch auf spanischer Seite ist eine Verankerung in der Bürgerschaft durch einen Verein im Stadtteil Al Zahara gewährleistet; als Vertreter war Juan Gregorio Ramirez mit nach Nürnberg gekommen. Einige Nürnberger hatten heuer dort bereits an einem Stadtteilfest teilgenommen. «Natürlich ist das für uns eine großartige Sache«, freuen sich Antonio Fernandez und Miguelangel Garcia vom Centro Espagnol. Einige Neu-Nürnbergerinnen und Nürnberger oder ihre Vorfahren stammen selbst aus aus Cordoba, etwa Eva Maria Calero Francisco, die in der Gruppe «Amor Flamenco» tanzt. «Wir hoffen auf einen regen Austausch und viele neue Freunde», betont sie.



Die Römerbrücke über den Guadalquivir gehört zu den Wahrzeichen von Cordoba. Als Sitz eines Kalifats war die Stadt einst eine bedeutende Metropole.     Foto: oh

Cordoba, einst Hauptstadt einer römischen Provinz und später des muslimischen Reiches Al-Andalus, kann vor allem seine Vorbildrolle als «Stadt der drei Kulturen» und gelebter Toleranz in die Waagschale werfen: Von der jüdischen, der christlichen und der muslimischen Kultur gleichermaßen geprägt, gelang hier schon im Mittelalter ein halbwegs friedliches Miteinander – nun soll das für die Gegenwart fruchtbar machen.

Nürnberg als Wunschpartner

Nürnberg als Stadt der Menschenrechte sehen die Vertreter Cordobas daher als Wunschpartner. Bisher unterhält die Stadt Partnerschaften vor allem mit Städten, zu denen historische Verbindungen bestehen wie Fes in Marokko oder Damaskus.

Mit großer Energie bereitet sich Cordoba mit seiner Weltkulturerbe-Altstadt derzeit auf eine Bewerbung als EU-Kulturhauptstadt 2016 vor; Maly hat dazu die Unterstützung Nürnbergs zugesagt. Am Freitag, 9. Oktober, wird die künftige Partnerstadt bei einem Abend in der Villa Leon (20 Uhr, Eintritt frei) vorgestellt.

Wolfgang Heilig-Achneck
07.10.09

 

Fotos: Anabel Nißler

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